Effektive Konzepte zur Aufwertung von Dorfkernen und Ortszentren basieren auf einer psychologisch fundierten Strategie, die darauf abzielt, positive Emotionen zu fördern. Die Vorteile eines lebendigen und attraktiven Dorfkerns oder Dorfplatzes sind vielfältig.
Verkehr ohne Eile – Die Flaniermeile
Projektziel:
In den letzten Jahren hat die Einführung von Tempobeschränkungen, insbesondere Tempo-30-Zonen, in Schweizer Dörfern und Städten zugenommen. Diese Massnahmen zielen darauf ab, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Lärmbelästigung zu reduzieren und die Lebensqualität in Wohngebieten zu verbessern. Doch vielerorts wird das Tempolimit als schikanös empfunden, besonders in emotionslosen und wenig frequentierten Strassenräumen. Unter dem Motto „Verkehr ohne Eile – Die Flaniermeile“ soll dem Strassenraum innerorts eine neue Bedeutung und Qualität verliehen werden. Es geht nicht mehr nur darum, eine möglichst ausgebaute Strasse für zügigen Verkehrsfluss zu haben, sondern auch darum, die Bevölkerung zu animieren, vermehrt zu Fuss oder mit dem Fahrrad innerhalb der Dörfer und Stadtquartiere unterwegs zu sein. Dies erreicht man, indem man den Menschen mit seinen Ansprüchen ins Zentrum der Überlegungen stellt. So können vermehrt temporeduzierte Verkehrs- oder Mobilitätsräume als Flanier-, Genuss- und Einkaufsmeilen gestaltet werden. Dies wirkt sich positiv auf die Lebensqualität im Ort aus und fördert den sozialen Austausch sowie die lokale Wertschöpfung. Also „mehrere Fliegen auf einen Schlag“.
Projektauftrag:
Das Projektziel soll anhand der Methode und Prozessablauf von «Emotional Place Design – Ortsaufwertung» systematisch erreicht werden.
Etappe 1:
Erarbeitung eines massgeschneiderten Inspirationskonzepts für den jeweiligen Strassen- oder Mobilitätsraum, das auf die Erreichung der Projektziele ausgerichtet ist. Das Konzept soll aufzeigen, wie der jeweilige Bereich durch Aufwertung und Transformation in eine Flaniermeile dazu beiträgt, das Dorf erlebbarer zu gestalten. Es soll auch darlegen, welche Angebote und Aktivitäten für diesen Bereich passend wären. In Zusammenarbeit mit einem beauftragten Verkehrsplaner wird bereits in dieser Konzeptphase die Verkehrsplanung mitgedacht, sodass von Beginn an mit einem realisierbaren Gesamtkonzept gearbeitet wird. In dieser ersten Etappe dient das Inspirationskonzept dem Gemeinderat als Grundlage, um ein umfassendes Bild der Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten und entsprechende Massnahmen einzuleiten.
Etappe 2:
Nach der Beschlussfassung und gegebenenfalls Überarbeitung des Inspirationskonzepts kann ein Mitwirkungsverfahren mit der Bevölkerung und dem lokalen Gewerbe gestartet werden. Das Inspirationskonzept zeigt den Beteiligten die Entwicklungsmöglichkeiten des Ortes, wie diese umgesetzt werden können und warum sie sinnvoll sind. Dadurch werden die Beteiligten inspiriert, motiviert und befähigt, auf Augenhöhe mit den Experten aktiv am Projekt mitzuwirken. Das Inspirationskonzept dient als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit und die gemeinschaftliche Erarbeitung eines konkreten Gestaltungs- und Nutzungskonzepts. Dieses Vorgehen steigert die Qualität der Mitwirkung und des finalen Projekts erheblich.
Etappe 3:
Je nach Mandat variiert unsere Tätigkeit in dieser Phase:
Als Projektbegleiter unterstützen wir gemeinsam mit der Mitwirkungsgruppe die Planung und Realisierung, um sicherzustellen, dass das Konzept und die Projektziele erreicht werden.
Als verantwortliches Planungsbüro übernehmen wir die Planung und Realisierung, während die Mitwirkungsgruppe unsere Arbeit begleitet und überprüft.
Interessiert an weiteren Informationen zu unserem Projekt?
Kontaktieren Sie uns gerne – wir freuen uns darauf, Sie und Ihre lokalen Herausforderungen kennenzulernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.